St. Bartholomäuskirche

St. Bartholomäuskirche 

Neben dem Rathaus steht die evangelische Pfarrkirche, Bartholomäuskirche genannt. Erstmals 1341 erwähnt, wurde sie 1666-1672 umgebaut. 1739 stürzte das Langhaus ein und wurde 1740 neu errichtet. Der seitlich stehende Turm aus dem 13. Jahrhundert wurde 1596 um die Turmobergeschosse und den Treppenaufgang erweitert. Er blieb beim Einsturz der Kirche erhalten. Interessanterweise ist der Kirchturm nicht im Besitz der Kirche, sondern in dem der Gemeinde.

Im Innern der Kirche fällt besonders die Kanzel auf. Ein Renaissanceaufbau mit reichem Schnitzwerk von 1620, im 18. Jahrhundert erweitert. Eine Gedenktafel erinnert an den ehemaligen Pfarrer Carl Heinrich Caspari (1815 - 1861). Mit seinem Buch "Der Schulmeister und sein Sohn" trug Caspari viel zur Bekanntheit Sommerhausens bei.

Die Kirchenfassade und der Kirchturm wurden in den letzten Jahren umfangreich restauriert.

Frauenkirche

Frauenkirche

Als frühe Kirchen entstanden im 12. Jahrhundert die Frauenkirche in Sommerhausen und genau gegenüber die Mauritiuskirche in Winterhausen. Einst eine ummauerte Kirchen- und Friedhofsbefestigung diente diese vor der Ortsbefestigung den Bewohnern als Zufluchts- und Verteidigungsstätte. Im 18. Jahrhundert wurde die im romanischen Stil erbaute Frauenkirche in ein Waisenhaus umgebaut. Im II. Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Den erhalten gebliebenen Kirchturm schmückt eine spätgotische Madonna.Heute ist die Kirche Künstlerwohnsitz und Atelier. 

Die Mauritiuskirche beherbergte zwischenzeitlich eine Brauerei und wird heute ebenfalls als Wohnhaus genutzt. 

Kirchenführer der St. Bartholomäuskirche

Herausgegeben vom evang.-Luth. Pfarramt Sommerhausen

Text: Altbürgermeister Gerhard Oehler

Bilder: Jürgen Forke und Fritz Staib (Titelbild)

Kirchenführer St. Bartholomäuskirche Sommerhausen
Kirchenführer_St_Bartholomäus_2015.pdf (4,4 MiB)
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