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Der Weg führt weiter zum sogenannten "Blauen Turm", dessen Name von dem "blauen" Schieferdach herrührt. Er hatte ein unterirdisches Verließ, indem die von der Herrschaft verhängten Strafen vollzogen wurden. Gegenüber dem "Blauen Turm" liegt außerhalb der Stadtmauer der Ortsfriedhof mit seiner sehenswerten Freikanzel aus dem Jahr 1607.

Von dort sind es wenige Schritte zum Würzburger Tor, durch das man den Ort von Norden her betritt. In diesem Tor befindet sich das 1950 von Luigi Malipiero gegründete "Torturmtheater". Mit seinen kaum fünfzig Sitzplätzen kleinstes Theater Deutschlands, machte es Sommerhausen weithin bekannt. Luigi Malipiero, Ehrenbürger der Gemeinde Sommerhausen war Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner und Maler zugleich. Er starb 1975. Danach übernahm Veit Relin das Theater, welches er mit Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Autoren erfolgreich weiterführt.

Unmittelbar neben dem Torturmtheater befindet sich seit 2003 im Gewöbekeller eines alten Fachwerkhauses das Theater Sommerhaus. Es ist ein Repertoire-Theater in dem Stücke die bewegen, Spaß machen oder auch nachdenklich stimmen aufgeführt werden.

Wenige Schritte hinter dem Würzburger Tor steht an der Hauptstraße ein mit einer weiblichen Figur geschmückter Brunnen. Im Laufe der Jahre erhielt die Brunnendame mehrere Namen, zuletzt "Katharina", weshalb der Brunnen heutzutage "Katharinen-Brunnen" genannt wird.

Weiter entlang der Stadtmauer kommt man zu der im II. Weltkrieg stark beschädigten Frauenkirche aus dem 12. Jahrhundert. Einst eine ummauerte Kirchen- und Friedhofsbefestigung diente diese vor der Ortsbefestigung den Bewohnern als Zufluchts- und Verteidigungsstätte. Den erhalten gebliebenen Kirchturm schmückt eine spätgotische Madonna.

Von der Frauenkirche aus zieht sich die Stadtmauer gleichsam parallel zum Main bis zum Rumorknechtsturm. Zunächst gelangt man aber zum Maintor mit dem ehemaligen Zollhäuschen. Die von den Schiffen zum Ort gebrachten Waren mussten dort verzollt werden. Interessant sind die "Hochwassermarken" am Tor, welche von z.T. sehr hohen Wasserständen in früheren Zeiten zeugen. Etwas unterhalb liegt direkt am Main der Gasthof "Anker". Er bot früher Schiffern und Flößern Einkehr und den Treidlern, die mit Pferden die Schiffe zogen die Möglichkeit des Pferdewechsels.

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Marktgemeinde Sommerhausen
Weitere Anfragen richten Sie bitte an das Verkehrsbüro, Hauptstraße 15, 97286 Sommerhausen
Konzept und Gestaltung: TEAM:N • Text: D. Jänicke