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Auf der der Kirche abgewandten Seite des Rathauses steht das Schloss, zuletzt im Besitz der Gräfin Hildegard von Rechteren-Limpurg. Nach deren Tod ging das Schloss in Privatbesitz über und wird nach schrittweiser Renovierung heutzutage für verschiedene Veranstaltungen genutzt.
Der monumentale, dreigeschossige Giebel mit seinen fialenartigen Aufsätzen beherrscht das Ortsbild. Der Hauptbau trägt die Jahreszahl 1569, während der zweiflügelige ältere Trakt aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die früheren Besitzer, die Grafen von Rechteren-Limpurg, hatten am kaiserlichen Hof das oberste Reichsamt der Schenken inne. (Gedicht Ludwig Uhlands "Der Schenk von Limpurg"). Im dreißigjährigen Krieg nahm Ferdinand III. Quartier im Schloss, welches 1634 einer großen Plünderung durch die Truppen Picolominis zum Opfer fiel. Vom Durchzug König Gustav Adolfs zeugt ein Wandbild an der Fassade des Hotels "Ritter Jörg". Geschaffen wurde es von der oben bereits erwähnten Sommerhäuser Künstlerin Irmingard von Freyberg.
Der alte Ortskern Sommerhausens ist von zum Teil stattlichen Bürger- und Winzerhäusern geprägt, deren Bauzeit bis ins 15. Jahrhundert reicht. Er ist von einer guterhaltenen Wehrmauer umgeben. Der dazu gehörige Wehrgraben ist heute zum größten Teil aufgefüllt. Am Ortsausgang nahe dem Schloss führt die Hauptstraße durch das Ochsenfurter Tor in Richtung Ochsenfurt. Eine "welsche" Haube mit Glöckchen krönt das Tor. Noch bis 1945 waren die alten Eichen-Torflügel mit "Einschlupfpförtchen" vorhanden. Für die Fußgänger wurden nach dem Krieg links und rechts Durchlässe geschaffen.
Vom Ochsenfurter Tor führt ein Pfad zwischen der Mauer des Schlossgartens und der Stadtmauer zur Ruine des "Kalkturmes" und von dort zum "Bürgerturm", wegen seiner Dacheindeckung mit roten Ziegeln auch "Roter Turm" genannt. Er diente früher als Gefängnis für den Vollzug der vom Schultheiß und Rat verhängten Strafen. Ein Stück weg weiter kommt man zu einem Mauerdurchlass mit dem Flurersturm, in dem Maler Karl Großberg wohnte. Er war ein Vertreter der sogenannten "Neuen Sachlichkeit". Seine Bilder hängen in vielen Museen, u.a. auch im "Kulturspeicher" der Stadt Würzburg.
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Marktgemeinde Sommerhausen
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Konzept und Gestaltung: TEAM:N • Text: D. Jänicke